Ernst der Lage

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Das Deutschland-Syndrom

oder: Wo bleibt die Rebellion?

Ausgangslage:

  • Hartz4-Empfänger werden von den Behörden unter Druck gesetzt, erpresst, aber sie zeigen sind solidarisch mit den Behörden, rebellieren nicht und gehen nicht auf die Strasse.

  • Zeitarbeiter werden von Ihrem Arbeitgeber unterdrückt, ausgebeutet aber wie wehren sich nicht, sonderen argumentieren für den Arbeitgeber.

  • Frauen werden von ihren Männer geschlagen, aber wehren sich nicht.

  • Arbeiter werden schlecht bezahlt, wehren sich nicht sondern übernehmen sogar die Argumente der Arbeitgeber.

Wie kommt das? Wo bleibt die Rebellion in Deutschland?

Erklärungsversuch 1: Identifikation mit dem Aggressor/Angreifer

In der Tiefenpsychologie bezeichnet man diese Abwehrreaktion als „Identifikation mit dem Aggressor/Angreifer“. Sie dient zur Angstbewältigung. Hier identifiziert sich eine Person, die von einem Aggressor körperlich und/oder emotional misshandelt oder unterdrückt wird, unbewusst mit ihm.

Die Person verinnerlicht und übernimmt dabei ohne ihr bewusstes Wissen und oft gegen ihren bewussten Willen Persönlichkeitseigenschaften, Werte und Verhaltensweisen des Aggressors und macht sie zu Anteilen ihres Selbst. Sie dient dem Schutz des eigenen psychischen Systems und hat den Charakter einer „letzten Notbremse“ vor einem drohenden Zusammenbruch des Selbst angesichts überwältigender Attacken und nicht integrierbarer Affekte. Psychisch von hoher Bedeutung, um hilfsweise die Funktionsfähigkeit des Selbst aufrechtzuerhalten, wirken die Folgen der Identifikation mit einem Aggressor sich tatsächlich jedoch in hohem Maße schädigend auf die seelische Integrität und das Wohlergehen des Selbst aus, da die Entwicklung persönlicher Autonomie unterdrückt wird.

Aufgedeckt und ggf. aufgehoben werden kann eine solche Identifikation im Zuge einer analytischen Psychotherapie, die traumaorientiert vorgeht. Die Erkenntnis und Aufhebung der Identifikation mit einem Aggressor ist die Voraussetzung dafür, die eigenen Gewalterfahrungen nicht unbewusst und somit auch unwillentlich weiterzugeben.

Erklärungsversuch 2: Das Stockholm-Syndrom


Ebenso wie beim Stockholm-Syndrom die Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen, bauen in der Wirtschaftswelt unterdrückte ein positives Verhältnis zu ihrem Unterdrücker auf.

Wie beim Stockholm-Syndrom sympathisieren und kooporerieren das Opfer mit den Tätern.

Das Syndrom mag unverständlich erscheinen. Die Ursachen:

In erster Linie manifestiert sich die Wahrnehmungsverzerrung, die zum Stockholm-Syndrom führt, darin, dass die subjektive Wahrnehmung der Geisel nur einen Teil der Gesamtsituation erfassen kann. Das Opfer erlebt eine Zurückhaltung der Einsatzkräfte vor Ort, es fühlt sich mit zunehmender Dauer der Entführung allein gelassen. Dagegen wird das Agieren der Geiselnehmer überproportional wahrgenommen, schon kleinste Zugeständnisse (das Anbieten von Nahrung, auf die Toilette gehen lassen oder Lockern von Fesselungen) werden als große Erleichterungen empfunden. Das Opfer erlebt eine Situation, in der es ausschließlich „Gutes“ von den Geiselnehmern erfährt. Es kommt zu der für Außenstehende subjektiv nicht nachvollziehbaren Folge, dass ein Opfer mehr Sympathie für seine Peiniger empfindet als für die rettenden Einsatzkräfte.

Ebenso erfahren ökonomisch Unterdrückte keine Unterstützung durch die möglichen Retter aus Politik, den Medien und der Gesellschaft, fühlen sich allein gelassen. Kleinste Zugeständnisse wie eine minimal selbst bestimmte Arbeitszeit werden als große Erleichterung empfunden.

Täter werden sich Opfern gegenüber oftmals wohlwollend verhalten, weil sie die Opfer als Vermögenswerte ansehen oder um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Hieraus kann eine emotionale Bindung und Dankbarkeit von Opfern gegenüber Tätern entstehen.

Der maximale Kontrollverlust bei einer Geiselnahme ist nur schwer zu verkraften. Erträglicher wird dies, wenn sich das Opfer einredet, es sei zum Teil auch sein Wille, beispielsweise, da es sich mit den Motiven der Entführer identifiziert.

Ebenso wird es in der Arbeitswelt erträglicher, wenn man sich einredet, man habe seinen eigenen Willen und man identifiziert sich mit seinem Arbeitgeber.

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Inflation: Warum jeder 20.000 € bis 30.000 € in Gold, Silber oder Aktien anlegen sollte!

Begründung:

Die weltweite (Staats-)Verschuldung ist viel zu hoch. Irgendwie muss und wird versucht werden sie zu verringern.

1. Möglichkeit: Der Staat gibt weniger aus:

Das wird wohl eher nicht geschehen, da ansonsten die Wirtschaft abgewürgt wird. Außerdem ist es schwer möglich, z.B. Arbeitslosen oder Rentnern noch weniger zu zahlen.

2. Möglichkeit: Mehr Steuereinnahmen für den Staat, aber von wem?

a) Vermögenssteuer für Reiche wird nicht kommen, da die Politiker selbst zu den Reichen zählen.
b) Von der Mittelschicht? Könnte sein, aber dann besteht für die Politiker die Gefahr abgewählt zu werden.
c) Von den Ärmsten? Da ist nichts zu holen.

3. Möglichkeit: Schuldenschnitt oder Währungsreform:

Könnte passieren – muss nicht.

4. Möglichkeit: Höhere Inflation (als die ca. 2 % aktuell): Vorteil:

– Die Reichsten (incl. Politiker) können ihr Vermögen in Sachwerte anlegen, sind damit vor Inflation geschützt und gewinnen sogar.
– Die Politiker sind fein raus, da für Inflation niemand so richtig verantwortlich gemacht werden kann – keine Gefahr die nächste Wahl zu verlieren.
– Die Kosten werden gleichmäßig auf die Bevölkerung verteilt – sie geschieht schleichend – man merkt es nicht gleich.

Wie kann ich mich vor Inflation schützen? Ich muss mindestens so viel in Sachwerten anlegen, wie ich jährlich Geld ausgebe, das der Inflation unterliegt:

Beispiel: Jemand verdient 2.000 Euro netto monatlich, und spart davon 10 % monatlich an (= Durchschnittswert der Deutschen). Der Rest (1.800 Euro) wird monatlich ausgegeben für Miete, Einkauf, Benzin und unterliegt der Inflation. Bei z.B. 10 % Inflation über mehrere Jahre steigen die Kosten für den monatlichen Einkauf im 1. Jahr von 1.800 Euro auf 1980 Euro. Es können also gerade noch 20 Euro angespart werden. Im 2. Jahr ist man schon jeden Monat mit -178 Euro im Minus. Im 3. Jahr schon mit -396 Euro monatlich usw.

Statistik Austria berechnet einen Index „Wocheneinkauf“ (leider nur für Österreich). Demnach liegt die Teuerrungsrate im August 2012 bereits bei 4,1 %.
Wie kann man ich mich schützen?

Die 1.800 Euro für den monatlichen Einkauf betragen aufs Jahr hochgerechnet 21.600 Euro. Die legt man in eine Anlageform, die Inflation ausgleicht (Gold, Silber, Aktien). Immobilien helfen da nicht, die kann man nicht Stück für Stück verkaufen.

Wenn dann wirklich die Inflation eintritt, steigen zwar die Kosten für den monatlichen Einkauf, allerdings auch der Wert der Geldanlage.

Das Problem:

Die Inflation der Vermögenspreise (Preisanstieg bei Gold, Silber, Aktien) beginnt schon vor der Inflation der Verbraucherpreise, was man am Preisanstieg bei Gold, Silber und Aktien schon sehen kann.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1290820/Inflation-als-Preis-fuer-Eurorettung

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise-warum-ein-schuldenschnitt-die-bessere-loesung-ist-11889009.html

Und noch was:

An die 60 % der deutschen Bevölkerung, die (gemäß Vermögensverteilung) gar keine 20.000 € bis 30.000 € haben, um sie in Gold, Silber oder Aktien anlegen zu können:

Bewegt Euren Hintern und engagiert Euch GEGEN Inflation und FÜR eine Vermögenssteuer für Superreiche.  😉

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Stoppt den ESM-Wahnsinn

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Gefahr für Zusammenbruch des EU-Finanzsystems steigt

Die Gefahr für einen Zusammenbruch des gesamten europäischen Finanzsystems steigt!

Bankensturm / Bank-run:

Im Augenblick läuft ein Bank-run in Südeuropa. (Link (1) siehe unten)

– Italien: Seit Mitte 2011 wurden 160 Mrd. € abgehoben.
– Spanien: Im ersten Quartal 2012 wurden fast 100 Mrd. € abgehoben.
– Griechenland: Seit Beginn der Krise wurden ca. 63 Mrd. abgehoben.

Was passiert, wenn sich dieser Bank-run auch auf Deutschland überträgt?

2008 war es bereits so weit. Die Deutschen holten ihre Spareinlagen von den Banken und das Finanzsystem stand vor dem Zusammenbruch (2). Daraufhin traten Merkel und Steinbrück vor die Presse und versicherten, dass die Spareinlagen sicher seien. Im Nachhinein gab Steinbrück zu, dass es hierfür keine Legitimation gab (3). Egal – der Bankrun konnte gestoppt und ein Zusammenbruch verhindert werden. Ob ein solcher Bluff ein zweites Mal funktioniert ist fraglich.

Einlagensicherung:

Alle Einlagensicherungssysteme sichern nur den Ausfall EINER Bank ab. Einen Ausfall MEHRERER Banken oder im Falle eines Bank-runs kollabiert jedes Einlagensicherungssystem, egal ob Einlagensicherungssystem der Sparkassen, der Raiffeisen/Volksbanken oder des BdB. Auch eine Staatsgarantie über 100.000 € je Kunde auf die von vielen Banken verwiesen wird GIBT ES NICHT!

FOCUS money beschreibt dieses Problem im Artikel „Der 100.000-Euro-Irrtum“ (4).

Schuldenschnitt / Währungsreform:

Schlussendlich kann das europäische Schuldenproblem nur dadurch gelöst werden, dass Schulden UND Guthaben gestrichen werden, entweder über Hyperinflation oder über eine europäische Währungsreform.

Ende 2011 veröffentlichte die Boston Consulting Group eine Studie „Back to Mesopotamia“. Darin wird ein weltweiter Schuldenschnitt vorgeschlagen (5). Demnach würde für Deutschland zwar ein Schuldenschnitt in Höhe von 11 % genügen, um die Schulden – zwar nicht auf null – aber auf ein erträgliches Maß (180% des BIP) zu senken.

Da aber bei einzelnen Ländern die Schulden das Geldvermögen übersteigen (z.B. Irland) wäre ein gesamteuropäischer Schuldenschnitt von 34 % notwendig.

Der für die Studie verantwortliche Levin Holle arbeitet seit kurzem im deutschen Finanzminsterium. Merkwürdig ist, dass er sich nun mit einem Jahresgehalt von etwa 125 T€ begnügt, obwohl er bei der Boston Consulting Group über 1 Mio. € jährlich verdiente (6).

Links:

(1) Link – Süddeutsche Zeitung (29.05.12): Sturm auf die Banken hat begonnen
Link – Die Presse (31.05.12): Kapitalflucht erreicht Spanien
Link – Google – Bankrun, Kapitalflucht, Bankensturm
(2) Link – Die WELT (23.06.09): Wie Deutschlands Sparer heimlich die Bankautomaten plünderten
(3) Link – SPIEGEL (13.09.10): Es war ein Erdbeben
(4) Link – FOCUS money (05.06.12): Der 100.000-Euro-Irrtum
(5) Link – Die Presse (07.10.11): Boston Consulting Group – Haircut für die ganze Welt
(6) Link – Financial Times Deutschland (30.11.11): Levin Holle – Abgeworbener Finanzfachmann
Link – Börsennews (15.12.11): Plant Finanzministerium Enteignung deutscher Sparer?

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Börsenralley wurde durch die EZB-Geldflut ausgelöst

Dadurch dass die EZB Ende 2011 den Banken 500 Mrd. € zu nur 1 % geliehen hat stieg die Geldmenge enorm an.

Die Banken kauften davon nicht nur Staatsanleihen, sondern auch Aktien und Edelmetalle. Dadurch sind z.B der DAX um fast 15 % und der Goldpreis um ca. 8 % in nur einem Monat gestiegen. Die Financial Times nannte es „Inflation der Vermögenspreise“, denn Bankguthaben haben in gleichem Maße an Wert verloren!

Ende Februar wird die EZB noch einmal bis zu 1.000 oder 1.500 Mrd. € an Banken ausgeben! Die Preise für Anleihen, Aktien und Edelmetalle dürften weiter steigen und Bankguthaben weiter an Wert verlieren.

Link zu WELT-Online

 

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Goldpreis über 1800 US-$

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Finanzieller Staatsstreich gegen das eigene Volk

Hauptversammlung freenet AG am 30.06.2011:

Aufsichtsratsvorsitzender Thorsten Kraemer rechnet mit der deutschen Bundesregierung und der Opposition ab!
(im Rahmen seines Ausscheidens aus der freenet AG) – sehr sehenswert.

Beginn ca. bei Minute 21:52
Ende ca. bei Minute  25:15

Auszüge:
– eine nicht existenten Opposition
– Pervertierung der Währungsunion in einen Bailoutclub
– Ein finanzieller Staatsstreich gegen das eigene Volk
– Es werden Verpflichtungen eingegangen, die unsere wirtschaftliche Existenz nachhaltig und fundamental bedrohen
– Der Euro: Ein Währungssozialistisches Experiment
– Man will sich das Scheitern des Euros nicht eingestehen
– Auf Rechnung des Steuerzahlers wird alles riskiert
– Verdeckt getätigte Transfers (an die EU) ohne parlamentarische Autorisierung
– Das weist Strukturelemente eines totalitären Herrschaftssystems auf
– Die europäische Zentralbank darf sich schon zu den größten BadBanks der Welt zählen
– Ich empfehle einen Blick in die Währungspolitik von 1919-1933. Die heutigen Verantwortlichen haben daraus offensichltich nichts gelernt

Bericht zum Video bei MMNews

Video der Freenet-Hauptversammlung am 30.06.2011

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